Das anhaltende Schönwetter im März begünstigte erwartungsgemäß die stationäre Vogelwelt in der Landbachaue wie auch die Rückkehrer aus den Winterquartieren. Während die meisten Enten und Gänse zum Monatende noch brüteten, führten zwei Nilganspaare schon stolz ihre zur Monatsmitte geschlüpften Küken aus.
Aus den Winterquartieren zurück sind unter anderem Singdrossel, Zilpzalp, Blau- und Schwarzkehlchen. Schwarzmilan, Rohrweihe, Baumfalke und die ersten Rauchschwalben waren schon bei ihrer Insektenjagd über den Wasserflächen der Aue zu beobachten. Auch die ersten durchziehenden Limikolen, wie Bekassine, Waldwasserläufer und Kampfläufer, waren ab Mitte März zu beobachten und die Ringelnattern genossen nach ihrer Winterruhe ein erstes Sonnenbad.
Als Überraschungsgast lies sich Anfang März eine den Neozoen zuzurechnende Schwanengans, eng mit einer Graugans verbandelt, für ein paar Tage in der Landbachaue blicken.
Die im März ebenfalls wachsende Anzahl von zurückkehrenden Weißstörchen dürfte bei dem Brutpaar in der Landbachaue weniger Begeisterung auslösen. Tägliche Nestverteidigung und Vertreibung dieser “Fremdstörche” gehörte dann in diesem Monat zum Alltag dieses Paares, das nach unserer Beobachtung am 19. März das erste Ei gelegt hatte und seit dem 23. März fest brütet. Mit dem Storchennachwuchs wäre demnach um den 23. April zu rechnen.
Wie schon in den Vorjahren hat das Storchenpaar ab Brutbeginn seinen Aktionsradius um sein Nest stark eingeschränkt, um in Nestnähe auftauchende Fremstörche sofort vertreiben zu können. Dadurch mag es ihm entgangen sein, dass in knapp 2,5 km Entfernung vom Nest und etwa 300 m nördlich des Erlensees ein weiteres Storchenpaar klammheimlich mit dem Nestbau auf einem abgebrochenen Baumstamm begonnen hat. Der Nestneubau ist zwar noch rudimentär, aber die Familienplanung läuft bei diesem Paar nachweislich schon auf Hochtouren.
Fotos: Evelyn und Willi Benz
Fotos: Evelyn und Willi Benz
Angriff auf Fremdstorch
Konkurrenzpaar am Erlensee
Luftraumbeobachtung
Angriffslustig
Bauarbeiten
Brutgeschäft
Kampfläufer
Kiebitz und Bekassine
Waldwasserläufer
Nilgansnachwuchs
Ringelnatter
Rotmilan
Schwanengans

Am Abend des 16. Februar flog ein Storch das ehemalige Nestgebiet in der Landbachaue an und landete dort auf einer Weißpappel, auf der er dann - nach ausgiebiger Gefiederpflege - auch übernachtete. Wir halten diesen Storch für einen Rückkehrer aus seinem südlichen Winterquartier. Dafür spricht, dass er (nach seiner Reise) magerer ist als seine Artgenossen, die hier in der Region überwinterten. Auch das angeschmutzte Brustgefieder, typisch für die Nahrungssuche auf Müllkippen, ist ein bekanntes Kennzeichen für "Reisestörche".
Durch die Tatsache, dass dieser Storch am linken Bein beringt ist, gehört er auf keinem Fall zu dem Brutpaar, das in den vergangen drei Jahren seine Jungen in der Landbachaue aufgezogen hat. Auf die Rückkehr des Brutpaares bleibt also noch zu warten.