Sonntag, 24. Februar 2013

Erster Storch des Jahres in der Landbachaue

Fotos: Evelyn und Willi Benz
Fast auf den Tag genau wie im Vorjahr ist am 24. Februar der erste Weißstorch des Jahres in der Landbachaue aufgetaucht. Zu entdecken war er zunächst auf der Gittermast-Nisthilfe des NABU Pfungstadt, wo er sich eine Weile der Gefiederpflege widmete. Später flog er dann auf direktem Weg zum Nestgebiet in der Landbachaue und landete auf einem abgebrochenen Ast einer Silberpappel in ca. 20 m Höhe.

Der Storch ist unberingt. Ob es sich um den männlichen Brutstorch aus den beiden Vorjahren handelt lässt sich schwer sagen. Vergleicht man mit  Fotoaufnahmen aus den beiden letzten Jahren, wirkt der Neuankömmling jünger, aber Störche eindeutig zu identifizieren ist außerordentlich schwierig. Auf jeden Fall scheint dem Storch die Umgebung vertraut zu sein, sein Rastplatz wur
de in den beiden letzten Jahren auch von dem Bickenbacher Brutstorch genutzt. Klar ist nur, dass es sich nicht um das Bickenbacher Weibchen handelt, denn dieses ist am rechten Bein beringt. 
Insgesamt macht der Storch einen guten Eindruck, ist gut genährt und wirkt nicht erschöpft. Das leicht angeschmutzte Brustgefieder lässt auf   einen Zwischenstopp auf einer Müllkippe schließen.

Montag, 18. Februar 2013

Januar und Februar 2013

Der Frühling rückt näher 

Bei den zahlreichen Gänsen und Enten in der Landbachaue ist erstes, meist noch zaghaftes Balzverhalten zu beobachten und am 10. Februar kreiste der erste Rotmilan über der Aue. Da längere Frostperioden mit zweistelligen Minustemperaturen ausblieben, hatten die Wasserflächen keine geschlossene Eisdecke und das Nahrunsgangebot war für die Wasservögel durchgehend ausreichend. 
Pfeifentenpaar
Fotos: Evelyn und Willi Benz
Bild: Höckerschwan
Am 3.2.2013 machte ein Paar Singschwäne in der Landbachaue Rast. Sehr schöne Vögel, leider nur auf der Durchreise.
Männliche Schnatterente
Am 10.2.2013 kreiste der erste Rotmilan über der Aue.
Pfeifente
Graugänse
Silberreiher
Schwarzspecht
Nutrias
Graureiher
Highlights im neuen Jahr waren bisher die im Januar von anderen Naturfreunden gehörten Rufe der Rohrdommel sowie die Sichtung einer Bekassine, dem NABU-Vogel des Jahres 2013. Unser Highlight war am 21. Januar die Beobachtung der scheuen Wasserralle, die sich zunächst durch ihre quiekenden Rufe verriet und dann auch noch, wenn auch nur kurz, zeigte - für eine Foto hatte es aber leider nicht gereicht.

Eine Schar Stieglitze
Nilgans
Natürlich warten wir jetzt mit großer Spannung auf die Rückkehr der Weißstörche. Im Vorjahr war der männliche Brutstorch am 25. Februar in die Landbachaue zurückgekehrt und hatte gleich das Nest besetzt. Nachdem der Nestbaum Ende September 2012 umgefallen ist, hoffen wir stark auf einen Neubau im Nestgebiet oder zumindest die Annahme der benachbarten Nisthilfe des NABU Pfungstadt oder auch der Nestunterlage auf dem Hartenauer Hof. Es wäre schade, wenn das Bickenbacher Storchenleben nach nur zwei erfolgreichen Brutjahren, mit immerhin 7 Nachwuchsstörchen, ein Ende hätte.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Landbachaue ist derzeit "storchenfrei"

Morscher Baumstupf
Foto: Evely und Willi Benz - umgebrochener 
Horstbaum
Die Landbachaue ist derzeit "storchenfrei". Wir konnten uns zwischenzeitlich die Havarie des Nestes ansehen: wie vermutet ist der morsche Stamm kurz über dem Boden abgebrochen. Lange haben wir überlegt, und auch mit anderen Storchenbeobachtern diskutiert, ob man im Nestgebiet eine Nisthilfe schaffen sollte. Aber wir sind zu dem Entschluss gekommen, der Natur ihren Lauf zu lassen, auch wenn im Nestgebiet kaum geeignete Bäume für einen neuen Nestbau zur Verfügung stehen.

Auch ohne Störche ist in der Landbachaue einiges Leben. Beeindruckend sind die großen Schwärme von Ringeltauben mit über 500 Vögeln, die Bussardversammlungen auf den abgeernteten Feldern und die Silberreiher, von denen wir an einem Abend 22 Exemplare an ihrem Schlafplatz zählen konnten. Ein paar Wintergäste lassen sich auch blicken: Pfeifenten, Spießenten und Weiswangengänse - allerdings nur in geringen Stückzahlen. 

Donnerstag, 27. September 2012

Der Horstbaum ist umgebrochen

Leider keine schönen Nachrichten aus der Landbachaue: Das Storchennest ist weg. Einfach verschwunden, zusammen mit dem Stamm, der vermutlich an seinem Fuss gebrochen und umgestürzt ist. Dass dies passieren wird, war absehbar, da der Totholz-Stamm doch arg marode war. 

Bleibt nun abzuwarten, ob sich das hoffentlich im kommenden Jahr zurückkehrende Brutpaar zu einem Neubau in der Umgebung entschließt oder vielleicht auch die Nisthilfen auf dem Gittermast des NABU Pfungstadt oder dem Hartenauer Hof nutzt. Es bleibt also spannend. 

Dienstag, 18. September 2012

September 2012

Foto: Evelyn und Willi Benz - Verlassener Horst 

Ab dem 1. September 2012 waren in der Landbachaue keine Störche mehr zu sichten. Eine Abreise des Bickenbacher Brutpaares scheint wahrscheinlich, wäre aber wesentlich früher als im Vorjahr 2011 (Weibchen 20. September/Männchen 11. Oktober). Durch Änderung der landwirtschaftlichen Anpflanzung des Gebietes um die westliche Landbachaue hat sich das Nahrungsangebot für die Störche in diesem Jahr wesentlich verschlechtert. Gab es im Vorjahr noch große Flächen mit Grünfutter, die bis in den Oktober gemäht wurden und von den Störchen täglich zur Nahrungssuche aufgesucht wurden, sind in diesem Jahr überwiegend Mais- und Rübenäcker – wenig interessant für die Rotbeinigen.
Dass das Nest in der Landbachaue im kommenden Jahr wieder belegt wird, ist aufgrund der wachsenden Storchenpopulation in der Region zu erwarten. Ob es das wieder das Bickenbacher Brutpaar sein wird bleibt abzuwarten. Es bleibt spannend.

Freitag, 31. August 2012

August 2012



Fotos: Evelyn und Willi Benz - Nestverteidigung

Ab dem 1. August 2012 übernachtete nur noch einer der Jungstörche auf dem Nest, wurde von den Elternstörchen aber nicht mehr gefüttert. Die übrigen drei Jungstörche kehrten abends zwar auch in das Nestgebiet zurück, übernachteten aber, manchmal nach einem Zwischenstopp auf dem Nest, wie die Elternstörche auch auf den Bäumen in Nestnähe.
Immer wieder kam es zu Angriffen von Fremdstörchen auf das Nest, die dann von dem dort verbliebenen Jungstorch und den Elternstörchen abgewehrt wurden.
Jungstorchenversammlung
Am Abend des 6. August legten fünf junge Schwarzstörche auf ihrem Weg in den Süden einen Zwischenstopp in der Landbachaue ein. Bis zum Einbruch der Dunkelheit gingen sie am Rande eines Tümpels auf Nahrungssuche. An diesem Abend waren auch bis zu 10 Weißstörche in der Landbachaue unterwegs, nahmen von ihrer schwarzen Verwandtschaft keine Notiz. Zwei der Schwarzstörche wurden noch am nächsten Vormittag in der Landbachaue beobachtet.
Ab dem 9. August waren die vier Jungstörche nicht mehr im Nestgebiet zu sehen. Vielleicht hatten sie sich den Trupps von bis zu 50 Jungstörchen angeschlossen, die sich seit Anfang August auf den abgeernteten Feldern rund um die Landbachaue versammelten.
Das Brutpaar auf dem Horst
Das nun leere Nest wurde, wie auch im vergangenen Jahr nach dem Verschwinden der Jungen, wieder von den Elternstörchen zur Übernachtung genutzt.
Am 17. August fiel auf, dass vom Kopf des männlichen Elternstorchs ein Schnurende herabhängt. In den Folgetagen war dann nur noch das Weibchen im Nestgebiet zu sehen. Vom 22. bis zum 25. August blieb das Nest abends leer, vom 27. bis zum 29. August übernachteten die Storcheneltern wieder gemeinsam auf ihrem Nest und dem Vaterstorch war es offensichtlich gelungen, die Schnur an seinem Kopf loszuwerden.
Am 30. August war das Storchenpaar kurz vor Einbruch der Dunkelheit mit lautem Klappern auf dem Nest gelandet, als in der Nähe des Nestes ein Schuss fiel (Jäger…) und die Störche daraufhin fluchtartig vom Nest abflogen. Das Storchenweibchen kehrte kurze Zeit später auf einen Baum in Nestnähe zurück, das ohnehin scheuere Männchen war bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht mehr zu entdecken.
Am 31. August war lediglich ein Elternstorch zur Übernachtung ins Nestgebiet zurückgekehrt. Aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse und dem strömenden Regen war nicht erkennbar welcher Storch es war. 

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