Donnerstag, 11. April 2013

Das Brutgeschäft hat begonnen

Fotos: Willi und Evelin Benz
Seit dem 10. April, und damit 13 Tage später als im Vorjahr, sitzt abwechselnd einer der Störche ständig auf dem Nest - das untrügliche Zeichen, dass das Brutgeschäft begonnen hat.

Im Regelfall beginnt das Brüten nach dem Legen des zweiten oder dritten Eies, mit dem Schlüpfen der Küken ist dann nach 30 bis 34 Tagen zu rechnen.

Das Nest wurde in den Tagen vor der Eiablage von den Störchen merklich ausgebaut. Weitere Feinarbeiten, insbesondere die Auspolsterung mit weichem Material, werden  noch während der Brutzeit erfolgen.

Durch die ständigen Kopulationen, die auch während der Eiablage weitergehen, ist das Gefieder des Weibchen sichtbar angeschmutzt - der wahren Storchenliebe kann das aber nichts anhaben. 

Montag, 1. April 2013

Kalter März

Fremdstörche

Kalt
Gut drei Wochen nach Rückkehr des Storchenpaares ist der Ausbau des neuen Nestes auf der Nisthilfe des NABU Pfungstadt nur wenig fortgeschritten. Dies liegt vermutlich daran, dass die Störche sehr viel Zeit für ihre Nahrungssuche aufwenden müssen. Bedingt durch die anhaltend kalte Witterung wird das Nahrungsangebot immer enger. Mäuse auf den Feldern, eine der Hauptnahrungsquellen, und Amphibien in den Tümpeln sind derzeit mehr als knapp. So stehen den Störchen momentan nur Würmer und ähnliches als Nahrung zur Verfügung - vermutlich zu wenig, um das Brutgeschäft ernsthaft anzugehen. 

Ungewöhnlich ist auch, dass sich das Paar bei der Nahrungssuche immer öfter für längere Zeit trennt. Bei ausreichendem Nahrungsangebot ist dies nicht festzustellen.

Außerdem tauchten ab Mitte März immer wieder Fremdstörche in der Landbachaue auf, die dann von dem Brutpaar - wie schon in den beiden Vorjahren - gnadenlos verfolgt und vertrieben werden. Auch dies kostete das Paar Zeit und Energie, so dass die Störche oft ungewöhnlich spätabends zu ihrem Nest zurückkehrten.
Kopulation
Dass die Familienplanung bei dem Storchenpaar dennoch nicht zu kurz kommt zeigen die häufigen Kopulationen, zu denen das neue Nest auch tagsüber immer wieder mal angeflogen wird. Trotz der widrigen Verhältnisse ist wahrscheinlich mit der baldigen Eiablage zu rechnen.
Nahrungssuche Männchen

Wenig fressbares
Dank Herrn Hillerich von der NABU Landesarbeitsgruppe Weißstorch konnte die       beringte Störchin jetzt näher identifiziert werden. Sie stammt aus dem Vogelpark Biebesheim und wurde dort, zusammen mit drei Geschwistern, am 29.05.2008 beringt. Mit nunmehr fünf Jahren ist sie für einen Storch noch sehr jung, hat aber in den beiden letzten Jahren insgesamt schon sieben Junge aufgezogen.Sie bestätigt damit die beobachtete Tendenz, dass Weißstörche immer früher geschlechtsreif werden und früher zur Brut schreiten. 


Start zur Vertreibung
Verfolgungsjagd


Eindringlinge

Abendruhe

Montag, 18. März 2013

Silberreiher auf Froschjagd


Am Bein erwischt...

muss der Fang gewendet werden. Mit elegantem Schwung...

landet der Frosch mundgerecht im Schnabel...

… und runter damit.
Fotos von Evelyn und Willi Benz










Mittwoch, 13. März 2013

Nestausbau beim NABU Pfungstadt

Fotos: Evelyn und Willi Benz - die Nisthilfe
des NABU Pfungstadt auf einem
Gittermast wird gern angenommen
Das Storchenpaar scheint sich tatsächlich wieder in der Landbachaue niederzulassen! In den ersten Tagen nach der Ankunft war eine intensive Nahrungssuche die Hauptbeschäftigung, wahrscheinlich um nach der sicherlich anstrengenden Anreise wieder zu Kräften zu kommen. Die noch weitgehend unbepflanzten Ackerflächen um die Landbachaue wurden bevorzugt aufgesucht, da sie offensichtlich ausreichend Futter, vor allem Regenwürmer, bieten (lässt sich mit dem Fernglas gut beobachten).

Seit dem 9. März hat das Storchenpaar mit dem Ausbau der Nisthilfe auf dem Gittermast des NABU Pfungstadt begonnen. Hauptsächlich Reisig wird überwiegend vom männlichen Storch antransportiert und vom Weibchen dann eingebaut. Das Weibchen führt dann auch die Sitzproben im Neubau durch. Diese Rollenverteilung war bereits in den beiden Vorjahren zu beobachten.

Das neue Nest dient dem Paar auch zur Übernachtung. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit wird es gemeinsam angeflogen und vor der Nachtruhe wird stets eine Kopulation fällig.

Der erneute Wintereinbruch wird, wenn er nicht länger anhält, den Störchen wenig ausmachen. Zu beobachten ist, dass sie bei diesem unwirtlichen Wetter ihre Nahrungssuche zumeist in die windgeschützten Bereiche hinter Hecken und Böschungen verlegen. Die Nächte auf dem doch freistehenden Nest dürften allerdings hart sein.

Zwischenzeitlich ist es gelungen, den Ring der Störchin abzulesen. Er hat die Nummer 5X949 DEW - es ist also die Storchenmama aus den Vorjahren. 


Das Storchenpaar bei der Nahrungssuche: Regenwürmer bevorzugt

Das Weibchen ist identifiziert: es ist die Storchenmama des Vorjahres

Der Nestbau hat begonnen - ein kurzer Wintereinbruch hält die Tiere nicht auf.

Abendliche Kopulation

Donnerstag, 7. März 2013

Bickenbacher Storchenpaar zurück!


Fotos: Evelyn und Willi Benz
Am 6. März war erstmals in diesem Jahr das Bickenbacher Storchenpaar in der Landbachaue zu beobachten. Zwar konnte der Ring des Weibchens wegen der zu großen Entfernung (noch) nicht abgelesen werden, aber durch Fotovergleich steht zweifelsfrei fest: es sind die zurückgekehrten Bickenbacher!

Das Storchenpaar suchte auf  den Ackerflächen am nordwestlichen Rand der Landbachaue und an den Rändern der Wasserflächen nach Nahrung. Zwischendurch wurde immer wieder die Nisthilfe auf dem Gittermast des NABU Pfungstadt für eine kurze Rast angeflogen.

Der am 24. Februar beobachtete Erststorch, der auch an den Folgetagen mehrfach in der Landbachaue zu sehen war, gehört also nicht zu dem Brutpaar. Seine offensichtlichen Ortskenntnisse lassen vermuten, dass es ein zurückgekehrter Jungstorch aus der Region sein könnte. Dies bleibt allerdings aufgrund der fehlenden Beringung reine Spekulation. 

Sonntag, 24. Februar 2013

Erster Storch des Jahres in der Landbachaue

Fotos: Evelyn und Willi Benz
Fast auf den Tag genau wie im Vorjahr ist am 24. Februar der erste Weißstorch des Jahres in der Landbachaue aufgetaucht. Zu entdecken war er zunächst auf der Gittermast-Nisthilfe des NABU Pfungstadt, wo er sich eine Weile der Gefiederpflege widmete. Später flog er dann auf direktem Weg zum Nestgebiet in der Landbachaue und landete auf einem abgebrochenen Ast einer Silberpappel in ca. 20 m Höhe.

Der Storch ist unberingt. Ob es sich um den männlichen Brutstorch aus den beiden Vorjahren handelt lässt sich schwer sagen. Vergleicht man mit  Fotoaufnahmen aus den beiden letzten Jahren, wirkt der Neuankömmling jünger, aber Störche eindeutig zu identifizieren ist außerordentlich schwierig. Auf jeden Fall scheint dem Storch die Umgebung vertraut zu sein, sein Rastplatz wur
de in den beiden letzten Jahren auch von dem Bickenbacher Brutstorch genutzt. Klar ist nur, dass es sich nicht um das Bickenbacher Weibchen handelt, denn dieses ist am rechten Bein beringt. 
Insgesamt macht der Storch einen guten Eindruck, ist gut genährt und wirkt nicht erschöpft. Das leicht angeschmutzte Brustgefieder lässt auf   einen Zwischenstopp auf einer Müllkippe schließen.

Montag, 18. Februar 2013

Januar und Februar 2013

Der Frühling rückt näher 

Bei den zahlreichen Gänsen und Enten in der Landbachaue ist erstes, meist noch zaghaftes Balzverhalten zu beobachten und am 10. Februar kreiste der erste Rotmilan über der Aue. Da längere Frostperioden mit zweistelligen Minustemperaturen ausblieben, hatten die Wasserflächen keine geschlossene Eisdecke und das Nahrunsgangebot war für die Wasservögel durchgehend ausreichend. 
Pfeifentenpaar
Fotos: Evelyn und Willi Benz
Bild: Höckerschwan
Am 3.2.2013 machte ein Paar Singschwäne in der Landbachaue Rast. Sehr schöne Vögel, leider nur auf der Durchreise.
Männliche Schnatterente
Am 10.2.2013 kreiste der erste Rotmilan über der Aue.
Pfeifente
Graugänse
Silberreiher
Schwarzspecht
Nutrias
Graureiher
Highlights im neuen Jahr waren bisher die im Januar von anderen Naturfreunden gehörten Rufe der Rohrdommel sowie die Sichtung einer Bekassine, dem NABU-Vogel des Jahres 2013. Unser Highlight war am 21. Januar die Beobachtung der scheuen Wasserralle, die sich zunächst durch ihre quiekenden Rufe verriet und dann auch noch, wenn auch nur kurz, zeigte - für eine Foto hatte es aber leider nicht gereicht.

Eine Schar Stieglitze
Nilgans
Natürlich warten wir jetzt mit großer Spannung auf die Rückkehr der Weißstörche. Im Vorjahr war der männliche Brutstorch am 25. Februar in die Landbachaue zurückgekehrt und hatte gleich das Nest besetzt. Nachdem der Nestbaum Ende September 2012 umgefallen ist, hoffen wir stark auf einen Neubau im Nestgebiet oder zumindest die Annahme der benachbarten Nisthilfe des NABU Pfungstadt oder auch der Nestunterlage auf dem Hartenauer Hof. Es wäre schade, wenn das Bickenbacher Storchenleben nach nur zwei erfolgreichen Brutjahren, mit immerhin 7 Nachwuchsstörchen, ein Ende hätte.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Landbachaue ist derzeit "storchenfrei"

Morscher Baumstupf
Foto: Evely und Willi Benz - umgebrochener 
Horstbaum
Die Landbachaue ist derzeit "storchenfrei". Wir konnten uns zwischenzeitlich die Havarie des Nestes ansehen: wie vermutet ist der morsche Stamm kurz über dem Boden abgebrochen. Lange haben wir überlegt, und auch mit anderen Storchenbeobachtern diskutiert, ob man im Nestgebiet eine Nisthilfe schaffen sollte. Aber wir sind zu dem Entschluss gekommen, der Natur ihren Lauf zu lassen, auch wenn im Nestgebiet kaum geeignete Bäume für einen neuen Nestbau zur Verfügung stehen.

Auch ohne Störche ist in der Landbachaue einiges Leben. Beeindruckend sind die großen Schwärme von Ringeltauben mit über 500 Vögeln, die Bussardversammlungen auf den abgeernteten Feldern und die Silberreiher, von denen wir an einem Abend 22 Exemplare an ihrem Schlafplatz zählen konnten. Ein paar Wintergäste lassen sich auch blicken: Pfeifenten, Spießenten und Weiswangengänse - allerdings nur in geringen Stückzahlen. 

Donnerstag, 27. September 2012

Der Horstbaum ist umgebrochen

Leider keine schönen Nachrichten aus der Landbachaue: Das Storchennest ist weg. Einfach verschwunden, zusammen mit dem Stamm, der vermutlich an seinem Fuss gebrochen und umgestürzt ist. Dass dies passieren wird, war absehbar, da der Totholz-Stamm doch arg marode war. 

Bleibt nun abzuwarten, ob sich das hoffentlich im kommenden Jahr zurückkehrende Brutpaar zu einem Neubau in der Umgebung entschließt oder vielleicht auch die Nisthilfen auf dem Gittermast des NABU Pfungstadt oder dem Hartenauer Hof nutzt. Es bleibt also spannend. 

Dienstag, 18. September 2012

September 2012

Foto: Evelyn und Willi Benz - Verlassener Horst 

Ab dem 1. September 2012 waren in der Landbachaue keine Störche mehr zu sichten. Eine Abreise des Bickenbacher Brutpaares scheint wahrscheinlich, wäre aber wesentlich früher als im Vorjahr 2011 (Weibchen 20. September/Männchen 11. Oktober). Durch Änderung der landwirtschaftlichen Anpflanzung des Gebietes um die westliche Landbachaue hat sich das Nahrungsangebot für die Störche in diesem Jahr wesentlich verschlechtert. Gab es im Vorjahr noch große Flächen mit Grünfutter, die bis in den Oktober gemäht wurden und von den Störchen täglich zur Nahrungssuche aufgesucht wurden, sind in diesem Jahr überwiegend Mais- und Rübenäcker – wenig interessant für die Rotbeinigen.
Dass das Nest in der Landbachaue im kommenden Jahr wieder belegt wird, ist aufgrund der wachsenden Storchenpopulation in der Region zu erwarten. Ob es das wieder das Bickenbacher Brutpaar sein wird bleibt abzuwarten. Es bleibt spannend.

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