Mittwoch, 31. Januar 2018

Der Januar in der Landbachaue


01 Januarnebel

Fotos: Willi Benz – Januarnebel
02 Nilgänse

Nilgänse
03 Pfeifente zwischen Graugänsen
Pfeifente zwischen Graugänsen
04 Kormoran
Kormoran
05 Graureiher
Graureiher
06 Silberreiher
Silberreiher
07 Reihertreff
Reihertreff
08 Silberreiher-Flugshow
Silberreiher-Flugshow
09 Mäusebussard auf Maulwurfjagd
Mäusebussard auf Maulwurfjagd
10 Sperber
Sperber
11 Wacholderdrossel
Wacholderdrossel
12 Balzende Kolkraben
Balzende Kolkraben
13 Erster Storch des Jahres 2018
Erster Storch des Jahres 2018
14 Durchzieher
Durchzieher
15 Männlicher Brutstorch der Hainlache
Männlicher Brutstorch der Hainlache
16 Männlicher Brutstorch der Landbachaue
Männlicher Brutstorch der Landbachaue

Sonntag, 31. Dezember 2017

Der Dezember in der Landbachaue


01 Erster Schnee
Fotos: Willi Benz – Erster Schnee
02 Winterliche Landbachaue
Winterliche Landbachaue
03 Mäusebussard im Schnee
Mäusebussard im Schnee
04 Jagender Turmfalke
Jagender Turmfalke
05 Grauganspopulation
Grauganspopulation
06 Nutria trifft Grünspecht
Nutria trifft Grünspecht
07 Grünfinken
Grünfinken
08 Stieglitze im Regen
Stieglitze im Regen
09 Schwanzmeise
Schwanzmeise
11 Kranichtrupp
Kranichtrupp
12 Rastende Kiebitze
Rastende Kiebitze
Der Anfang Dezember gefallene Schnee war schon nach zwei Tagen wieder weggetaut und somit kein Problem für die Tierwelt in der Landbachaue. Die Mäusebussarde konnten in der löchrigen Schneedecke und dem nicht gefrorenen Boden ihrer üblichen Jagd nach Regenwürmern nachgehen und in den Lücken der kurzzeitigen Schneedecke fanden auch die Turmfalken noch genügend Mäuse und Maulwürfe.
Mehrfache Zählungen der Wasservögel im Dezember ergaben, dass die Größenordnung der in der Landbachaue überwinternden Gänse- und Entenpopulationen in etwa den vorjährigen Zahlen entspricht. Am zahlreichsten fallen die Graugänse mit ca. 300 Vögeln und die Stockenten mit bis zu 250 Individuen ins Gewicht. So genannte „lokale Besonderheiten“ wie Nonnengänse, Pfeif- und Schnatterenten usw. waren bisher – wie schon im letzten Winter – nur vereinzelt zu sichten.
Bei den Singvögeln waren im Dezember in der Landbachaue die üblichen Winterarten zu sehen, vor allem Schwärme von Grünfinken, Stieglitzen, Erlenzeisigen, Wacholderdrosseln, Stare und Schwanzmeisen. Seltener ließen sich auch Goldammer, Gimpel (Dompfaff), Kernbeißer, Rotkehlchen, Zaunkönig und Eisvogel blicken.
Mitte Dezember überflogen nochmals zwei Kranichketten mit ca. 250 Vögeln die Landbachaue, aus Richtung Nordosten kommend. Kurzzeitig sah es nach einer Landung dieser Vögel an den westlichen Wasserflächen der Aue aus, aber dann entschlossen sich die Kraniche doch zu ihrem Weiterflug in Richtung Südwest.
Erfreulich im Dezember war auch die Sichtung von exakt 99 Kiebitzen kurz vor Weihnachten. Aufgeteilt in zwei Trupps landeten die Kiebitze im westlichen Teil der Aue und nach kurzer Nahrungssuche ging es zur Rast auf einen benachbarten Wintergersteacker weiter. Leider blieb es bei der einmaligen Beobachtung dieser so stark im Rückgang begriffenen Vogelart.

Donnerstag, 30. November 2017

Der November in der Landbachaue

01 Hoher Wasserstand
Fotos: Willi Benz – Hoher Wasserstand in der Landbachaue
02 Aufgeschreckte Wasservögel
Aufgeschreckte Wasservögel
03 Nonnengans (li.) u. Hybrid
Nonnengans (li.) u. Hybrid
04 Krickenten
Krickenten
05 Zwergtaucher
Zwergtaucher
06 Bekassinen
Bekassinen
07 Weißer Mäusebussard
Weißer Mäusebussard

08 Rotmilan
Rotmilan
09 Feldsperlinge
Feldsperlinge
10 Wacholderdrossel
Wacholderdrossel
11 Grünspecht
Grünspecht
12 Fasanenpaar
Fasanenpaar
13 Rabenkrähenattacke auf Nutria
Rabenkrähenattacke auf Nutria


14 Wildschweinrotte
Wildschweinrotte
Häufige und ergiebige Niederschläge im November ließen den Wasserstand in der Landbachaue merklich ansteigen. Gut für die Wasservögel, von denen an manchen Tagen bis zu 800 Enten und Gänse auf und an den Wasserflächen zu sehen waren. Zwischen den Kanadagänsen war gelegentlich eine Weißwangengans (auch Nonnengans genannt) zu sichten. Diese geschützte Gänseart verpaart sich häufig mit den größeren Kanadagänsen, sodass auch auch die Hybriden aus dieser Kreuzung nicht allzu selten sind.
Bei den Enten waren die Stockenten im November klar in der Überzahl, dazwischen waren vereinzelt auch Schnatterenten, Pfeifenten und Löffelenten zu sehen. Die Anzahl der Krickenten, die kleinste europäische Entenart, lag im November bei ca. 20 Vögeln.
Wie schon in den Vorjahren waren auch in diesem November kaum noch Blässhühner in der Landbachaue zu sehen, offensichtlich bevorzugt diese Rallenart ein anderes Überwinterungsgebiet. Blässhühner sind zwar keine Zugvögel, aber dennoch für ihre Winterflucht in südlichere Regionen bekannt. Ähnlich sieht es bei den Zwergtauchern aus, die allerdings erst abwandern, wenn ihre Reviere zugefroren sind. Diese kleinste europäische Taucherart ist in der Landbachaue zwar noch vereinzelt zu sichten, Bruterfolge sind hier in den letzten vier Jahren aber leider nicht mehr zu verzeichnen.
Auch im November waren Bekassinen in der Landbachaue zu beobachten. Auch wenn es keine Brutnachweise gibt, ist diese gefährdete Schnepfenart erfreulicherweise ganzjährig in der Landbachaue zu sehen.  Außer den Bekassinen war häufig noch ein einzelner Waldwasserläufer in der Aue anzutreffen, weitere Limikolenarten waren im November nicht zu beobachten.
Greifvögel waren im November mit vielen Arten in der Landbachaue vertreten. Neben den häufigen Mäusebussarden, verstärkt durch zwei zugewanderte weiße Vögel, vor allem Turmfalke, Sperber, Habicht und, wenn auch nur vereinzelt, Wanderfalke und Rotmilan.
Aber auch ansonsten bietet die Landbachaue dem Beobachter im meist grauen November viel Abwechslung: Große Ringeltauben- und Feldsperlingschwärme, die auf den abgeernteten Ackerflächen nach Nahrung suchen, Trupps von Wacholderdrosseln, die sich über die Beeren der Sträucher und Hecken hermachen, Grünspechte – auch als Erdspechte bekannt – und Jagdfasane auf der Futtersuche auf den Weideflächen und vieles mehr. Auch die zahlreichen Rabenkrähen im Gebiet sorgen für Unterhaltung, indem sie jeden Greifvogel in der Luft attackieren und gelegentlich auch mal einen Angriff auf die harmlosen Nutria starten, um sie an ihrem Rattenschwanz zu packen. Die in diesem Jahr stark bejagten Wildschweine ließen sich auch im November in der Aue bicken. An einem Tag war es eine Rotte aus drei Bachen mit insgesamt 15 Überläufern, die dem Roten Höhenvieh auf seiner Weide einen Kurzbesuch abstatteten.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Der Oktober in der Landbachaue

Gleich am ersten Oktobertag trafen sich Vogelbeobachter zum herbstlichen Bird Watchingin der Landbachaue. Ziehende Vögel waren an diesem Tage eher spärlich, aber in der Summe konnten an diesem Nachmittag immerhin 36 Vogelarten beobachtet und auf naturgucker.de dokumentiert werden.
In den folgenden Oktobertagen setzte dann der erwartete herbstliche Vogelzug verstärkt ein. Vor allem hunderte Buchfinken, darunter auch einige Bergfinken, viele Feldlerchen, Bach- und Schafstelzen, Pieper, Sing- und Rotdrosseln waren auf ihrem Zug zu sichten, vereinzelt auch noch kleinere Trupps ziehender Rotmilane.
Auffällig ab der ersten Oktoberwoche war der Zuwachs bei den Stockenten auf den Wasserflächen der Aue. Diese bisher so häufige Entenart musste aktuell auf die Vorwarnliste der gefährdeten Arten aufgenommen werden und war den Sommer über mit maximal 70 Vögeln in der Landbachaue vertreten. Der diesjährige Bruterfolg der hiesigen Stockenten war erschreckend gering, lediglich drei Paare führten Junge – viel zu wenig für die Erhaltung des Bestandes. Ab Anfang Oktober ergaben die Zählungen bis zu 250 Stockenten, nach Meinung von Ornithologen in Überzahl zugeflogene Gäste aus ihren Brutgebieten in Osteuropa bis Sibirien, die nach dem Winter wieder in ihre Brutgebiete zurück kehren. Nach der neuen Hessischen Jagdverordnung soll die Jagd auf Stockenten (Jagdzeit 1. September bis 15. Januar) „nur in Gebieten mit ausreichenden Besätzen“ erfolgen. Die aktuellen Zahlen in der Landbachaue könnten nun einen ausreichenden Stockentenbestand vorgaukeln und eine Bejagung zulassen, das wäre aber letztendlich nichts anderes als die in Deutschland (sehr zu Recht!) angeprangerte Jagd auf Zugvögel im Mittelmeerraum.
Auch in die Gänsepopulation der Landbachaue kam im Oktober Bewegung. Zeitweise waren, verstärkt durch Zuwanderung, um die 200 Graugänse auf den Wasserflächen und den umliegenden Feldern zu sichten. Für ein paar Tage war zwischen den Graugänsen  eine reinweiße Hausgans und auch eine kleine Streifengans zu sehen. Die Streifengans, auch Indische Gans genannt, war am rechten Bein beringt, also ein Hinweis, dass sie wohl aus einem Tierpark ausgebüxt war und sich den frei lebenden Graugänsen angschlossen hat. Nach ihrem Verhalten war diese kleine Exotin männlichen Geschlechts und fest mit einer merklich größeren Graugans verpaart. Sehr späten Nachwuchs hatte ein Nilganspaar, das Mitte Oktober stolz seine sieben frisch geschlüpfte Gänseküken ausführte.
Im Oktober nicht zu übersehen waren in der Landbachaue die großen Schwärme der Stieglitze, der Ringeltauben (bis über 1.000 Vögel in einem Schwarm) und vor allem der Stare, von denen mehrere tausend Vögel bei Dämmerungsbeginn ihre Schlafplätze im Schilf des östlichen Teils der Aue aufsuchten. Der Star – frisch gekürter NABU-Vogel des Jahres 2018 – gilt zwar noch als häufige Art, zeigt aber seit kurzer Zeit einen erheblichen Bestandsrückgang und ist dadurch auf die Vorwarnliste der gefährdeten Brutvogelarten geraten.
Nahezu täglich waren im Oktober bis zu vier Kolkraben, zwei Alt- und zwei Jungvögel, in der Landbachaue zu sehen. Die vermehrten Sichtungen über das ganze Jahr hinweg lassen auf eine Erholung der Bestände dieser fast ausgerotteten Vogelart hoffen. Ähnlich sieht es beim Habicht aus. Auch hier gab es im Oktober häufige Beobachtungen eines Jungvogels, u. a. durch seine im Flug häufig hängende oder auch strampelnde Beine leicht von einem Sperberweibchen zu unterscheiden.
Erwartungsgemäß verstärkte sich im Oktober der Bestand der alljährlich in der Landbachaue überwinternden Silberreiher. Diese weißen Reiher fliegen in der Dämmerung ihren angestammten gemeinsamen Schlafplatz in der Aue an und eine Zählung am letzten Oktoberabend ergab eine Anzahl von mindestens 21 dieser Vögel. Vermutlich wird dieser Bestand der Überwinterer in den nächsten Wochen noch weiter steigen.
Ab Mitte Oktober häuften sich die Meldungen von ziehenden Kranichen über Hessen. Obwohl die Landbachaue auch in einem der bekannten Zugkorridore liegt, war hier vom Kranichzug zunächst nichts zu bemerken. Dies änderte sich am 30. Oktober: Ab Nachmittag bis zur Dämmerung waren über der Landbachaue mindestens 3.000 Kraniche in vielen einzelnen Ketten zu sichten. Ebenso viele Kraniche zogen weiter östlich über Bickenbach und selbst in der Nacht und am frühen Morgen des Folgetages waren hier noch Rufe von überfliegenden Kranichen zu hören.
01 Bergfink
Fotos: Willi Benz – Bergfink
02 Rotdrossel
Rotdrossel
03 Rotmilan
Rotmilan
04 Enten- und Gänsetrubel
Enten- und Gänsetrubel
05 Hausgans u. Graugänse
Hausgans u. Graugänse
06 Streifengans u. Graugänse
Streifengans u. Graugänse
07 Nilgansnachwuchs
Nilgansnachwuchs
08 Stieglitz
Stieglitz
09 Ringeltaubenwolke
Ringeltaubenwolke
10 Star - Vogel des Jahres 2018
Star – Vogel des Jahres 2018
11 Kolkrabe an Dachskadaver
Kolkrabe an Dachskadaver
12 Junghabicht
Junghabicht
13 Silberreiher
Silberreiher
14 Silberreiherschlafplatz
Silberreiherschlafplatz
15 Kranichketten
Kranichketten
16 Kranichzug
Kranichzug

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