Samstag, 31. März 2012

März 2012



Fotos: Evelyn und Willi Benz - Kopulation auf 
dem Horst
Am 4. März 2012 waren zwei Störche auf dem Ackerland westlich des Nestes zu sichten, die nach einer Weile das Nestgebiet anflogen und mit lautem Klappern auf dem Nest landeten. Der unberingte Storch war der im Februar angekommene männliche Brutstorch, der am rechten Bein beringte andere Storch der zurückgekehrte weibliche Brutstorch, wie eine spätere Ablesung der Ringnummer zeigte.
Begrüssung des Storchenweibchens
In der Folgezeit war das Paar häufig auf dem Ackerland westlich des Nestgebietes bei der Nahrungssuche und vor allem bei der intensiven Ausbesserung des Nestes zu beobachten. Vor der Ankunft des Weibchens hatte das Männchen nur gelegentlich kleinere Nestreparaturen durchgeführt.
Den im März häufigen Kopulationen auf dem Nest ging zumeist ein animierendes Kraulen des Partners an Kopf und Hals durch das Weibchen voraus.
Ab dem 28. März war zu beobachten, dass abwechselnd ein Storch ständig in Bruthaltung auf dem Nest verblieb; ein Anzeichen, dass die Eiablage erfolgt war.

Storchenpaar auf dem Horst im März 2012

Mittwoch, 29. Februar 2012

Februar 2012



Storchenmännchen auf dem

Horst
Der Dauerfrost in der ersten Februarhälfte 2012 ließ die Wasserflächen in der Landbachaue vereisen. Bedauerlicherweise wurde dies von vielen Leuten genutzt, um dort Schlittschuh zu laufen und dadurch die hier überwinternden Wasservögel, ohnehin unter den harten Witterungsbedingungen und der damit verbundenen Nahrungsknappheit leidend, zeitweise zu vertreiben.
Fotos: Evelyn und Willi Benz - Rückkehr des 
Storchenmännchens im Februar 2012
Am 25. Februar flog ein erster Storch das Nestgebiet in der westlichen Landbachaue an und landete nach einem Rundflug schließlich auf dem Nest. Ein Vergleich mit Fotoaufnahmen aus dem Vorjahr ergab, dass es der männliche Brutstorch aus dem Vorjahr 2011 war. Der Storch machte einen wohlgenährten Eindruck, hatte seine Rückkehr aus dem Winterquartier also gut überstanden. Aus der leichten Verschmutzung des Brustgefieders war zu schließen, dass der Storch wahrscheinlich auf einer Mülldeponie in Spanien oder Südfrankreich zumindest einen Zwischenstopp eingelegt hatte, wenn nicht gar dort überwinterte.
Der Horst im Februar 2012
Am 29. Februar landete ein weiterer Storch auf dem Nest. Das Gefieder dieses Storchs war stärker verschmutzt und der Vogel vermittelte einen erschöpften und frierenden Eindruck. Erkennbar an dem Ring am linken Bein (Ringnummer war leider nicht ablesbar) war es definitiv nicht der weibliche Brutstorch aus dem Vorjahr, der am rechten Bein beringt ist.

Dienstag, 31. Januar 2012

Januar 2012

Fotos: Evelyn und Willi Benz
Im Januar 2012 waren erwartungsgemäß noch keine Störche in der Landbachaue zu beobachten. Dafür aber zahlreiche andere Vogelarten von der Amsel bis zum Zwergtaucher, überwiegend aber Gänse, Enten, Silber- und Graureiher. Ab und zu landeten Nilgänse auf dem Storchennest, um seine Eignung als Niststätte zu überprüfen, da Storchennester von diesen Gänsen gerne für ihre eigenen Zwecke genutzt werden.

Landbachniederung im Januar
2012

Nilgänse auf dem Storchenhorst

Samstag, 31. Dezember 2011

Storchenjahr 2011 in der Landbachniederung

Oktober

Fotos: Evelyn und Willi Benz
Im Oktober 2011 war der männliche Altstorch überwiegend bei seiner Nahrungssuche, allerdings weniger intensiv als im Vormonat, auf dem Grün- und Ackerland westlich des Nestgebiets zu beobachten.Der Storch wirkte jetzt scheuer und bei Rückkehr zum Nest wurde immer die Umgebung und insbesondere das Gebiet unterhalb des Nestes sorgfältig beobachtet.Die letzte Sichtung des männlichen Storchs war am 11. Oktober, seine Abreise erfolgte vermutlich einen Tag später.



September

Im September 2011, und nach Abreise der Jungstörche, war das Brutpaar oft bei der intensiven Nahrungssuche und -aufnahme auf dem vorzugsweise frisch gemähten Grünland und den frisch gepflügten Ackerflächen westlich des Nestes zu beobachten; manchmal in Begleitung weiterer Altstörche aus der Region. Dabei gab es, überwiegend in den Abendstunden, regelrechte Mäusejagden mit kurzen Sprints zu Fuß. Kam nach den Spurts die typische Schluckbewegung, war die Jagd wohl erfolgreich. Zu beobachten war, dass der weibliche Brutstorch bei der Nahrungssuche aktiver war.
Die Zeiten, die das Brutpaar tagsüber an den Wasserflächen der Landbachaue verbrachte dienten mehr der Ruhe und der Gefiederpflege. Intensive Nahrungssuche konnte hier nicht beobachtet werden.
Nach Abreise der Jungen zeigten die Elternstörche eine sehr enge Paarbindung und waren durchweg gemeinsam zu beobachten. Der abendliche Rückflug zum Nest wurde zumeist vom Weibchen veranlasst. Das Zeichen für den Abflug war dann stets ein kurzes Flügelheben des weiblichen Storches.
Bei der Rückkehr zum Nest machte der männliche Storch manchmal Zwischenstopp auf einem Baum in unmittelbarer Nestnähe, während das Weibchen das Nest immer direkt anflog. Überwiegend gab es aber gemeinsame Landungen, die fast immer von Klappern begleitet wurden. Gelegentlich kam es zu Kopulationen.
Kleinere Reparaturarbeiten am Nest wurden überwiegend vom Weibchen durchgeführt.
Am 19. September konnte das Brutpaar letztmals gemeinsam auf dem Nest gesichtet werden. Bis zum Ende des Monats war dann nur noch der männliche Brutstorch auf der Nahrungssuche und bei seiner Übernachtung auf dem Nest zu beobachten. Daraus ist zu schließen, dass seine Partnerin am 20. September abgereist ist.

August


Am 1. August 2011 konnten alle drei Jungstörche am Rande eines Tümpels in unmittelbarer Nähe des Nestes beobachtet werden. Die Elternstörche waren nicht sichtbar, waren aber sicherlich in der Nähe auf Beobachtungsposten.
Am 7. August war die letzte Beobachtung aller drei Jungstörche, zusamen mit ihren Eltern auf dem gemähten Grünland westlich des Nestes auf Nahrungssuche, und am 9. August die letzte Beobachtung von zwei Jungstörchen auf dem Nest.
Ab 11. August kehrte das Brutpaar abends zur Übernachtung auf das Nest zurück. Dies ist ein Anzeichen, dass die Jungstörche zumindest aus dem Nestgebiet abgereist waren, denn in der Zeit, als die Jungen noch auf dem Nest übernachteten, übernachtete höchstens der weibliche Elternstorch gemeinsam mit den Jungstörchen auf dem Nest, während das männliche Elternteil stets auf einem Baum in Nestnähe ruhte.
Im Schlafverhalten scheinen sich Alt- und (flügge) Jungstörche zu unterscheiden: Während die Altstörche auch auf dem Nest stehend schlafen, nehmen die bereits flüggen Jungstörche auf dem Nest dabei Sitzhaltung ein.

Juli

Im Juli 2011 mussten die Elternstörche die Frequenz ihrer Fütterungen erheblich steigern, da die Jungstörche enorm an Größe und auch Gewicht zulegten. Oftmals kamen die Elternstörche nahezu gleichzeitig zum Nest, um Futterbrocken bis zur Größe einer ausgewachsenen Ratte auszuwürgen.
Ebenso nahmen im Juli die Flugübungen der Jungstörche auf dem Nest zu. Interessant war die Beobachtung, dass sich die Jungstörche dabei offensichtlich abstimmten: Stets nur ein Jungstorch übte flatternde Luftsprünge bis zu 2 m über dem Nest, während die beiden anderen Geschwister dabei auf dem Nest kauerten.
Am 28. Juli konnte erstmals der Flug eines Jungstorches beobachtet werden. Nach einer kurzen Flugrunde durch das Nestgebiet landete der Jungstorch wieder sicher auf dem Nest, um 15 Minuten später diesen Kurzflug zu wiederholen.

Juni

Anfang Juni 2011 waren zunächst zwei, dann drei geschlüpfte Küken erkennbar. Bei der Fütterung wechselten sich die Eltern so ab, dass ein Elterteil ständig auf dem Nest war. Ab Mitte Juni wurden die Küken im Alter von gut drei Wochen manchmal alleine gelassen; ein Elternstorch war dabei aber stets auf den Bäumen im Umkreis von 50 m um das Nest auf Beobachtungsposten.

Mai

Der Mai 2011 stand ganz im Zeichen des Brutgeschäftes, bei dem sich das Storchenpaar ständig abwechselte. Gleichzeitig wurde am Nest weitergebaut. Der beim brütend ablösende Storch brachte ab und zu weiteres Reisig für den Nestrand und auch grasähnliches Material für die Auspolsterung der Nestmitte.
Am 23. Mai konnte erstmals die Fütterung der offensichtlich geschlüpften Küken beobachtet werden.

April

Im April 2011 lassen sich ebenso vereinzelt mehrere Störche an den Tümpeln der Landbachaue beobachten.
Das Storchenpaar vollendet seinen Nestbau auf dem abgebrochenen Pappelstamm. Erfreulicherweise nutzen die Störche dabei ausschließlich natürliches Material, in der Hauptsache Reisig, und keinen Zivilisationsmüll, der mitunter in den Nestern mit verbaut wird und für die Störche verhängnisvoll werden kann, wenn sie sich z. B. in Kunststoffgeflechte verheddern. Das Nest selbst ist im Durchmesser kleiner als die Storchennester auf den angebotenen Nisthilfen. Es muss genial an dem abgebrochenen Baumstamm verankert sein, denn es hielt bisher allen Starkwinden und Gewitterstürmen stand und zeigt keinerlei Kippneigung. Der Neststamm steht mit seinem Fuß in einem morastigen Tümpel, ist also ständig im Wasser.
Im Hinblick auf den Zeitpunkt des Schlüpfens der Küken ist von einer Eiablage um den 20. April auszugehen.

März

Ab Mitte März 2011 sind vereinzelt Störche in der Landbachaue zu sichten. Gegen Ende des Monats sind es bis zu fünf Störche, die an den Gewässerrändern der Aue nach Nahrung suchen und gelegentlich auch die Nisthilfen auf dem Hartenauer Hof und auf dem Gittermast des NABU Pfungstadt, am Westrand der Landbachaue, inspizieren.Am 27. März war dann zu beobachten, dass ein Storchenpaar mit dem Bau eines Nestes auf dem ca. 12 m hohen Stumpf einer abgebrochenen Silberpappel am Westrand der Aue begann. Der männliche Storch ist unberingt, die etwas kleinere Störchin trägt am rechten Bein einen Ring mit der Nummer 5X949 DEW.

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